Zeugnisse

Ein Schulzeugnis dient dazu, den aktuellen Lernstand, das Arbeitsverhalten und das soziale Verhalten des Schulkindes über einen bestimmten Zeitraum schriftlich festzuhalten. Es ist eine Rückmeldung für das Kind und für Sie als Eltern. Das Zeugnis spiegelt nicht die gesamte Persönlichkeit eines Menschen wieder.

Es gibt zwei Arten von Zeugnissen: das Notenzeugnis oder das Wortzeugnis. Das Wortzeugnis wird oft noch in den ersten beiden Schuljahren benutzt, danach folgen meistens Notenzeugnisse. Es gibt sogar eine Mischung beider Arten. Dann gibt es im Zeugnis eine Beurteilung mit Worten und Noten. Je nach Bundesland und Grundschule ist dies allerdings unterschiedlich festgelegt. Letztendlich ist es aber egal, welche Zeugnisart Ihr Kind im Halbjahr oder am Jahresende bekommt – entscheidend ist der Umgang damit!

Bild vom Zeugnis

Für jedes Kind ist der Moment der Zeugnisübergabe aufregend

Umgang mit einem schlechten Zeugnis

Gründe

Ein schlechtes Zeugnis bedeutet nicht immer, dass der/die Schüler/Schülerin nicht ausreichend gelernt hat. Die Beziehung zum/zur Lehrer/in, das Klima in der Klasse oder familiäre Angelegenheiten können Zeugnisnoten auch beeinflussen.

Schulkind sitzt am Tisch und liest eigenes Zeugnis

Jedes Schulkind ist gespannt auf sein Zeugnis

So unterstützen Sie Ihr Kind

  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass  Sie es trotz allem lieben und gemeinsam eine Lösung für Verbesserungen finden werden.
  • Beschimpfen Sie Ihr Kind nicht, da Sie es sonst abwerten.
  • Verbieten Sie nicht die Hobbyaktivitäten, da diese eine Stärke Ihres Sohnes/Ihrer Tochter sind. Diese sollten sie immer fördern.
  • Üben Sie keinen Druck aus, da dieser Angst auslöst und somit noch mehr Lernblockaden entstehen.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, woran (Lerninhalte, Klassenklima oder Familiensituation) es liegen kann, dass die Noten schlecht sind und versuchen Sie dann den Mangel zu beseitigen.
  • Auch Klassenlehrer/-innen geben Hinweise und Tipps, wie Sie gemeinsam mit dem Kind die Leistungen verbessern können. Fragen Sie also in der Schule nach, entweder mündlich oder schriftlich.

Verbesserungen

Loben Sie ihr Kind für Verbesserungen jeglicher Art, auch mitten im Schuljahr, nicht nur beim Zeugnis. Das sollte auch schon ausreichen. Falls Sie Ihr Kind unbedingt für Noten belohnen möchten, tun Sie es, aber nicht mit Geld oder materiellen Dingen.  Am besten planen Sie gemeinsame Erlebnisse. Das fördert und stärkt ihre Beziehung zum Kind viel mehr als Geldscheine oder gekaufte Dinge.

TIPPS

Ein „befriedigend“ (3) ist keine schlechte Note, keine Katastrophe und kein Weltuntergang. Diese Note ist ein gutes Mittelmaß. Eine Note macht nicht die Persönlichkeit Ihres Kindes aus. Vertrauen Sie auf die Stärken Ihres Kindes und fordern Sie diese. Dann wird es seinen erfolgreichen Weg finden.

Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen aus der Schulklasse. Das macht es schon selbst im Alltag genug und trägt nur zur Demotivation und Abwertung bei. Es macht nur Sinn, seine eigenen Leistungen in gewissen Abständen zu vergleichen.

Damit es keine üblen Überraschungen am Zeugnistag gibt, sollten Sie auch im selben Halbjahr den Elternsprechtag besuchen, denn da werden Sie vorausgehend rechtzeitig über die Leistungen  Ihres Kindes informiert.

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